Posts mit dem Label Montessori Kinderhaus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Montessori Kinderhaus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Backen und Kochen im Kindergarten mit Eltern

Als besondere Aktion gab es dieses Jahr "Backen" und "Basteln" mit und von Eltern. Ich habe mich getraut und gemeldet und sollte dann bitte zum Frühstück was "kochen". Es gibt ja viele Kinderrezepte, aber auch jede Menge bei einer solchen Aktion zu beachten: es darf nicht zu viel Zeit brauchen, wenig Ausdauer verlangen, geeignet zum Frühstück sein, nicht so viele Zutaten, nicht zu exotische Zutaten, nicht so teuer ...

Schließlich entschied ich mich nach Absprache für Quarkfondue mit Früchten. Ich war ja wirklich unsicher, wieviel Obst und Quark man für 15 Kinder (Alter 3-6) braucht. Schlußendlich reichten 3 Packungen Quark zu 500 Gramm, 3 Bananen, 8 Mandarinen, 2 Birnen, 3 Äpfel und 2 Packungen Weintrauben. Dazu gab es noch bunte Pieker, war eine riesen Sache für die Kinder!!!

Die 6 Kinder, die sich für das Kochen gemeldet haben, waren im Alter von 3 1/2 bis 6. ALLE haben Obst geschält, mit Messern geschnitten und Quark angrührt. Das dauerte alles zusammen nicht mal eine halbe Stunde. Wir waren aber (Gott, sei dank!) 2 Mütter, die alle Kinder unterstützt haben.

Nachdem dann alle 15 Kinder die Tische gedeckt hatten, also Schälchen verteilt, sich Teller und Tassen geholt hatten, erinnerte eine Erzieherin mittels einer Glocke an das Händewaschen.
Sehr niedlich: "Wer hat sich denn alles schon die Hände gewaschen?" Darauf meldeten sich 3 Kinder, die anderen rannten ins Bad um nach gefühlten 5 Sekunden mit nassen Händen die Plätze aufzusuchen. Danach wurde dann gefragt, wer alles mitgemacht hat und was die einzelnen Kinder denn getan hätten. Dann wurde mittels Abzählreim unter den Kochkindern, das Kind gewählt, was sich den Tischspruch wünschen durfte. Und dann ging es los. Jeder bekam einen Klecks Quark und einen Pieker und wir Mütter schlichen uns leise aus dem Raum.


 Eine andere Mutter kam diesen Dienstag zum Backen. Hier ist das Ergebnis:

Mein Mann fand beides ein wenig ordinär, aber das liegt wohl an seiner schmutzigen Phantasie, oder?

Das linke Resultat (eine Kerze!) besteht aus einem Pfefferkuchen, einem Waffelröllchen, Marzipan und Dekoration.  Das Waffelröllchen wird mittels Zahnstocher am Pfefferkuchen befestigt. Das rechte Plätzchen erinnert mich an "Grenobler Nußplätzchen". Alle Kinder haben mitgemacht und waren sehr stolz auf ihre Ergebnisse.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Abschiedsworte und Weihnachsgeschenke für Erzieher

Kurz vor Weihnachten verlässt uns nun schon die zweite Erzieherin in diesem Kindergartenjahr. Naja, sie ist eigentlich nur Praktikantin. Aber sie war immerhin ein - nicht ganz einfaches - Jahr bei uns. Auch diesmal - wie leider schon im September - ist Dank angesagt.

Die letzte Erzieherin bekam damals einen Gutschein vom Kaufhof, diesmal gibt es einen Gutschein für´s Elbe-Einkaufscenter. Da kostet die Ausstellung tatsächlich 50 Cent. Gibt´s das? Dabei packt die werte Frau an der Information nur den Gutschein mit der entsprechenden Summe in einen Umschlag. Folgenden Text habe ich entworfen:


Naja, der Umschlag ist ein wenig zu gelb. Aber er passt so gut mit dem "Danke"; hatte ich noch  als Zugabe von einer Bestellung.

Die Geschenke für die Kinder habe ich fertig. Diese wird es am Donnerstag zur Kinderweihnachtsfeier geben. Dazu machen erst alle Kinder im Kinderhaus zusammen etwas, also Gedichte und Gesang, und gehen dann in ihre Gruppen. Leider gibt es dieses Jahr keinen wirklichen Weihnachtsmann in unserer Gruppe, da das Kind, dessen Opa die Aufgabe übernommen hatte, nun in die Schule geht. Aber es wird auch so sicher nett werden. Es gibt ein Gruppenfrühstück für das jedes Kind etwas mitbringt. Und es wird einen Sack mit den Geschenken vom Weihnachtsmann für Erzieher und Kinder geben, den diese dann gemeinsam auspacken. In diesem befinden sich dann auch die "Geschenke" für die Gruppe. Das sind Sachen, die die Erzieher für ihre Gruppe aussuchen. Freitag ist dann pädagogischer Tag und das Kinderhaus geschlossen. 

Als Weihnachtsgeschenk für die Erzieher haben wir uns auf IKEA-Gutschein geeinigt. Die andere Elternvertreterin hat sie besorgt und nun muss ich diese Geschenkverpackung irgendwie noch ein wenig weihnachtlich herrichten. Ich möchte gern das Geschenkpapier der Kinder aufgreifen. Mal sehen. 

Sonntag, 30. September 2012

Eine Erzieherin geht ...

Es gehört ja zum Alltag, aber diesmal tuts mir richtig leid. Jede Erzieherin spielt in einem Team ja ein bestimmte Rolle. Diesmal geht die "kuschelige", meine Tochter mochte sie sehr. Zum Abschied gab es eine Gutschein für Kaufhof und eine Karte. Geschenke sind in unserem Kindergarten auf 10 € limitiert, also einfach eine Geste. Da es so für einen Blumenstrauß nicht reicht, nehme ich immer eine von diesen Karten mit Blumenstrauß. Kompromisse müssen halt sein. Das schöne diesmal: sie hat in unserer Einrichtung eine andere Stelle bekommen, geht also nicht ganz.


Freitag, 31. August 2012

20. Dienstjubiläum im Kindergarten

Da ich letztes Frühjahr festgestellt habe, wie schwer es ist, sich im Internet zu einem sinnvollen Glückwunsch inspirieren zu lassen, stelle ich hier mein Ergebnis zur Verfügung. Der Text war Bestandteil einer Glückwunschkarte zum 20. Dienstjubiläum unserer Kinderhauschefin.



Es war alles in allem wohl eine gelungene Feier für das die Kinder ein Lied einstudiert hatten und es von diversen Stellen große Blumensträuße gab. Von unserer Gruppe gab es eine Blumenschale, von einer anderen eine Pralinenschachtel usw..






Donnerstag, 15. Dezember 2011

Weihnachtsgeschenke für unsere Erzieher

Bei uns im Kindergarten ist es üblich, dass die Erzieher zu bestimmten Anlässen (Geburtstag, Weihnachten und Ostern) eine Kleinigkeit bekommen. Begrenzt ist der Wert mit 10 € pro Anlass durch den Träger der Kindertagesstätte. Dass ist zwar nicht viel, aber als kleines Dankeschön sicher ausreichend. Zu Weihnachten haben wir uns nun entschlossen, wieder auf einen Gutschein zurück zu greifen.
Ich gehöre zu denen, die Gutscheine toll finden. Besser, als wenn aus Verzweiflung Tee oder Seife geschenkt wird. Schon bei Schokolade wird es ja schwierig, den persönlichen Geschmack zu treffen.

In den letzten Jahren haben wir dabei immer variert: Douglas, Thalia (Buchhandlung), UCI. Auch dieses Jahr wird es eine Buchhandlung: Heymann. Berücksichtigt haben wir die persönlichen Interessen und den Wohnort.
Möglich wäre auch ein Gutschein für ein Einkaufscenter, IKEA oder zum Brunchen für ein Lokal.

Da mir die Verpackung von Heymann  - eigentlich alles, was fette Werbeaufkleber drauf hat - nicht so gefällt, habe ich den Umschlag einfach in einen 2. gesteckt:


Und für die Kleinen ist nun endlich auch alles verpackt - hier 2 kleinen Säcklein stellvertretend für alle 15  - der Weihnachtsmann kann kommen!

Sonntag, 11. Dezember 2011

Adventsfeier im Kinderhaus

Letzten Donnerstag fand die Adventsfeier mit Eltern im Kinderhaus statt. Zuerst gab es ein kleines Programm, danach Plätzchen, Kuchen und Kaffee im Gruppenraum mit allen Eltern, Kindern und Erziehern. Die Erzieher übten das Programm ein, wir Elternvertreter organisierten die Feier. Und es war alles perfekt. 


Zunächst bauten wir im Gruppenraum die Tafel auf und dekorierten die Tische. Währenddessen übten unsere Kinder nochmals im Keller ihre Lieder. Und dann kam der GROSSE Auftritt. Die Kinder sangen ganz stolz "15 kleine Weihnachtsmänner" und "Kling Glöckchen klingelingeling". Bei letzterem waren natürlich die Triangeln und Rasseln das Wichtigste. Dann überreichten uns die Kinder ihre Weihnachtsgeschenke. Natürlich eingepackt. Und vor Heiligabend wird auch nicht ausgepackt. Allerdings hat mir meine Tochter schon verraten, dass ein Stern darin ist. Mal sehen, ob das stimmt.
Danach gingen wir alle hoch in den Gruppenraum - von dem hätte ich nun wirklich mal Fotos machen können - aßen Plätzchen und tranken Kaffee, Tee oder Saft. 

Montag, 28. November 2011

Geschenkanhänger für die Kinderweihnachtsfeier

Bei der Adventsfeier im Kinderhaus werden die Geschenke durch einen Weihnachtsmann - der Opa eines Mädchens - überreicht. Damit dieser auch weiß, was für welches Kind ist, habe ich kleine Anhänger gebastelt. Im Grunde gitb es ja keinen großen Unterschied bei den Geschenken. Alle bekommen halt ein MauMau-Spiel, aber die Jungs noch ein kleines HotWheel und die Mädchen einen kleinen Zauberblock.

Aber so ein kleiner Anhänger macht das Ganze doch bunter und persönlicher ...


Ich habe die Liste mit den Bildern der einzelnen Kinder eingescannt und mit einem kleinen Rahmen versehen, dann das Ganze auf farbiges Papier geklebt und mit einer Wellenschere zugeschnitten.

Zusätzlich habe ich noch Namensanhänger gebastelt - sind ja auch schon ein paar Vorschulkinder dabei. 

Heute Abend treffe ich mich dann mit einer anderen Mutter um alles noch schön bunt einzupacken.

Montag, 31. Oktober 2011

Weihnachtsfeier im Kinderhaus

Die Planung steht, die Organisation hat begonnen.Im Kindergarten nun wird alles ein wenig anders als noch in der Krippe. Die Eltern kümmern sich um das leibliche Wohl, um kleine Geschenke für die Kinder und Erzieherinnen und die Kinder machen ein kleines Program.

Unsere Liste - die nun schon bald ausgehängt werden muss - hat 11 Posten: 2 Kuchen, Plätzchen, Zimtsterne, Makronen, Äpfel, Mandarinen, Nüsse, Erdnüsse. Derzeit haben wir 14 Kinder so das noch Platz für Eventualitäten ist. Kaffee und Tee bereiten die Erzieherinnen vor. Den Aufbau übernehmen wir.

In der Krippe haben noch die Eltern das Programm geplant, was im Ergebnis dazu geführt hat, dass wir mit unseren Krippenkinder kleine Häuser aus Keksen gebastelt haben. Kam alles super an, besonders bei den Müttern!


Neben dieser Elternweihnachtsfeier findet auch eine Kinderweihnachtsfeier statt, beid der ein Weihnachtsmann in das Kinderhaus kommt und die Gruppen mit 1 oder 2 Sachen beschenkt.

Für die Jungen unserer Gruppe (10!) ist das Geschenk auch schon komplett und wartet auf die Verpackung. Alle Kinder bekommen ein Maumau-Spiel. Die Jungen zusätzlich ein HotWheel und die Mädchen sollen zusätzlich Zauberblöcke bekommen. Dabei soll ein Wert von ca. 3,50 € pro Kind nicht überschritten werden. Bei den Jungen liegen wir bei 3,29 €. Bei den Mädchen werden es voraussichtlich 3,19 €. 

Geschenke-Kauf ist immer heikel und ich darf mich darauf gefasst machen, dass wir es nicht allen Eltern recht machen. Unterschiedliche Geschenke für Jungen und Mädchen? Autos? Kartenspiel? Pädagogisch wertvoll oder doch nur Schund? Ich habe da schon ein bisschen "Bammel", zumal es schon wegen kurzfristiger Namensänderung aufgrund von Heirat bei unserer Adressliste zu Beschwerden von Nichtbetroffenen(!) kam. Ich denke, Elternarbeit ist immer ein bisschen ein Balance-Akt, bei dem man sich auch gern ein härteres Fell zulegen darf. Habe ich leider nicht. Aber man lernt ja nie aus.

Samstag, 15. Oktober 2011

Erstes Elterngespräch im Kindergarten

Letzte Woche war es endlich soweit: unser erstes (kurzes) Gespräch nach der Eingewöhnung in die große Gruppe. Im Grunde wollte ich nur hören: "Alles gut, sie fühlt sich wohl, ist angekommen!"

Aber natürlich gab es noch ganz viele kleine süße Geschichten, z.B.: spricht tonlos im Morgenkreis oder versteckt sich hinter ihren Händen. Und sie haben mir auch erzählt, mit welchen Materialien sie sich zur Zeit am liebsten beschäftigt: Mathematerialien, zB mit der Perlentreppe mit Aufhängung. Und dabei nicht nur die Zahlen 1- 10, sondern auf eigenen Wunsch auch 11-20. 
Dazu auch noch der Spindelkasten und etwas, dass so ähnlich aussieht wie das hier. Auch eine Art Ständer, in dem die Zahlenkarten liegen, Bildkarten mit der entsprechenden Punktezahl zugeordnet werden und dann noch Ringe abgezählt werden können. Das Ganze würde sie wohl mit viel Konzentration über einen längeren Zeitraum hinweg machen. Wobei sie aber immer noch schneller machen will, als sie es eigentlich kann. 

Dass sie zur Zeit gerne zählt (bis 14) ist mir schon aufgefallen. Aber dass sie hier gerade in einer, wie Montessori es nannte, sensiblen Phase steckt, wäre mir zu Hause sicher nicht aufgefallen. Hätte ich also auch nicht zusätzlich unterstützt. Und das ist gerade der Vorteil von Motessori. Wenn sie jetzt mit 3 1/4 Intersse für Zahlen hat, dann kann sie dem nachgehen und muss nicht bis zur Vorschule warten. Eine solche gibt es dementsprechend in unserem Kinderhaus auch nicht, da die sensiblen Phasen bei jedem Kind zu unterschiedlicher Zeit sind und genutzt werden sollen. 
Letztens beim Kaffekochen hat sie doch tatsächlich ausgerechnet, dass sie noch 2 Kaffelöffel braucht, wenn sie bereits 3 eingefüllt hat, um insgesamt 5 zu erhalten. Das Ganze natürlich mit den Fingern.  Ich weiß, alles ganz altersentsprechend. Und trotzdem: *stolzbin*.

Ich habe 2 tolle Blogs gefunden, die aufzeigen, wie man die doch sehr teuren Materialien selber bastelt, nämlich hier und hier.  Letzterer für den Grundschulbereich.




Aufgaben eines Elternvertreters

Diesen Mittwoch habe ich mich nun zum ersten Mal mit der anderen Elternvertretung unserer Gruppe getroffen und durchgesprochen, was dieses Jahr wann ansteht. Die andere Elternvertreterin hat bereits im letzten Jahr das Amt wahrgenommen und führt auch die Kasse. Dazu ist sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit als Bilanzbuchhalter wunderbar geeignet. Auch hat sie bereits dafür gesorgt, dass der Jahresbeitrag von 7 € eingesammelt wurde. 
Dieser wird bei uns für Geburtstags-, Weihnachts- und Ostergeschenke für die Erzieher, Küchekräfte und FSJ´ler, Weihnachtsgeschenke für alle Kinder unserer Gruppe und Ähnliches verwendet. Folgende Aufgaben stehen an:
  • Telefonliste komplettieren und Protokoll der letzten Elternversammlung verschicken
  • Geschenk anlässlich der Geburt einer Erzieherin, die zum Anfang des Kindergartenjahres auch gleich in den Mutterschutz ging - bereits durch mich erfüllt: 

  • Elternstammtisch: Liste für mögliche Termine aushängen, entsprechend Tisch bestellen
  • Weihnachtsgeschenke für die Kinder (14 Geschenke zu 3 €), Erzieher (10 €) und Küchenpersonal organisieren und verpacken
  • Weihnachtsfeier organisieren (Liste für die Eltern, Deko, Aufbau)
  • Oster- und Geburtstagsgeschenke für die Erzieher und Schultütenfest organisieren - ist aber noch ein bisschen hin
Geschenke dürfen bei uns 10 € nicht übersteigen, außerem basteln wir auch mal selbst. Also dürfte das Geld gut reichen.  
Und zu diesen Aufgaben kommen dann noch dieverse Termine, bei denen um Anwesenheit eines Elternvertreters gebeten wird. Gestern hatte ich dann auch schon die erste Einladung des Trägers unseres Kindergartens zwecks allgemeiner Information im Briefkasten. 

Donnerstag, 29. September 2011

Ein Danke an die Elternvertreter ...


 Mein Morgen begann mit einer kleinen Überraschung. Bei Abgabe meiner Tochter im Kindergarten übergab mir unsere Kinderhausleiterin einen kleinen Blumenstrauß. Als Dank für das letzte Jahr Elternarbeit. Eingentlich ja unnötig, mach ich nämlich gern - aber: so ein kleiner Blumenstrauß am Morgen bringt einen schon zum Strahlen.

Freitag, 16. September 2011

Elternabend: Turnen mir den Materialien nach Elfriede Hengstenberg

Gestern hatte ich nun meinen ersten Elternabend im Kinderhaus, seit unsere Tochter in den Kindergarten geht. Bildungsthema war diesmal das Hengstenberg-Material, das in der Turnstunde eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um Leitern, Hocker, Balancier-Stäben, Hölzer u.ä. Bei uns gehen immer 4 - 5 Kinder einer Gruppe zum Turnen, so dass jedes der Kinder ca. alle 3 Wochen an der Turnstunde teilnimmt. Das Hengstenberg-Material wird durch Seile, Ringe, Bälle usw. ergänzt. Auch kommt es nicht nur während der Turnstunde zum Einsatz.

Hier sind noch mehr Bilder. Mich erinnert der beabsichtigte Einsatz ein bisschen an das Klettern im Wald auf umgefallen Bäumen usw.

Der Einsatz der Materialien, die von Elfriede Hengstenberg entwickelt wurden, ist recht komplex und fördert die kindliche Entwicklung vielseitig. Bei der Verwendung sind einige Grundregeln zu beachten:
  • die Kinder bauen sich die Materialien selber auf und kombinieren sie frei, z.B. erhöhen sie selber den Schwierigkeitsgrad. begonnen wird immer mit der bodennahesten Stufe
  • die einzelnen Materialien sollen jeweils immer nur von einem Kind in seinem ganz individuellen Tempo benutzt werden
  • die Kinder entscheiden, wie sie die Materialien nutzen: fördert die Fantasie und die Einschätzung, was sie sich zutrauen, es wird nicht aufgefordert oder ermutigt
  • es wird barfuß geturnt: die Kinder erleben die verschiedenen Holzmaterialien (warme oder kalte Hölzer) direkt, haben einen besser Kontakt zum Material
Interessant ist auch der Zusammenhang Gleichgewicht beim Turnen und Standfestigkeit im Leben, den die Kinder zu erspüren lernen. Auch können die Kinder sich bei diesen Übungen gut auf sich selbst besinnen. Sie entscheiden, was sie sich zutrauen und erproben, ob sie das sich Zugetraute auch wirklich leisten können. Dabei ist das Herunterklettern, wenn man sich nicht über die Leiter traut, kein Versagen, sondern nur eine Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.

Nach all den Ausführungen beim Elternabend ist mir nun auch klar, dass es gar nicht sinnvoll ist, sein Kind auf dem Spielplatz zu immer neuen Höhen anzustacheln. Auch hier gilt es wieder die Einschätzungen des Kindes zu respektieren. Eine Erzieherin schilderte eine Situation im Turnunterricht einer Schule. Ein Junge versuchte an einem Seil zur Turnhallendecke zu klettern. Alles anderen Kinder standen am Boden und feuerten ihn an und der Junge hing mit verkrampften Gesicht auf halber Strecke und kämpfte. Dies wäre nach E. Hengstenberg nicht vertretbar, sowohl für den Körper als auch für die Seele.

Donnerstag, 1. September 2011

"Hilf mir, es selbst zu tun" - mal anders

Gestern schreibe ich noch unheimlich viel, zur Montessori-"Technik" und wie sie das Kind dazu bringt selbständig zu sein. Und heute früh das:  Meine Tochter öffnet ihre Tupperware-Brotdose mit den Zähnen. (Muss ich unbedingt noch ein Foto von dem Modell reinsetzten.)  
Und das alles mit dem Kommentar: "Zumachen mit Händen geht, aber aufmachen noch nicht." Tja, in der Krippe werden sie beim Öffnen wohl ganz selbstverständlich geholfen haben. Jetzt, in der großen Gruppe, will sie es wahrscheinlich (wie die Großen) selber machen. So schnell ist keine Erzieherin.

Dienstag, 30. August 2011

Unsere Erfahrungen mit Montessori Kinderhaus und Montessori Krippe

Da viele sich unter dem Leben in einem Montessori-Kinderhaus wenig vorstellen können, will ich hier die Krippe und den Kindergarten meiner Tochter näher vorstellen. Denn es ist nicht so, dass die Kinder dort "ihren Namen tanzen lernen". Wesentliche Grundsätze zum Leben und Wirken von Maria Montessori findet ihr hier.

In die Krippe kam meine Tochter mit 14 Monaten. Ob man das Alter für richtig hält oder nicht - für unsere Tochter war es perfekt, da sie schon immer alles selber machen wollte. Das ist deshalb bemerkenswert, weil sie im Alter von 13 bis 17 Monaten nur auf den Knien lief. Für die Erzieher in der Montessori-Krippe war das kein Thema. Anders bei einer Tagesmutter, bei der ich sie vorsichtshalber angemeldet hatte. Dort hieß es, dass das nicht normal sei. Nein, gewöhnlich war das nicht, aber doch normal. Bei Kindern die nicht der Norm entsprechen, ist es für Eltern schon schön, wenn berücksichtigt wird, dass jedes Kind ein eigenes Tempo hat, beim Sprechen, der Grob- oder Feinmotorik.

Der Träger unserer Krippe ist die Lebenshilfe. Hierdurch wird, wie bei Montessori üblich, auch das integrative Konzept unterstützt. In der Krippe wurden 10 Kinder im Alter bis 3 von 2 1/2 Kräften betreut. Tatsächlich waren es meist weniger Kinder (durch die üblichen Krankheiten) und mehr Betreuer, da auch immer wieder Zivis und Praktikanten anwesend waren. 

Nun zum Tagesablauf in unserer Krippe:
Die Kinder bringen ihre Tasche mit in den Gruppenraum und hängen sie an einer Leiste in ihrer Höhe auf. Bekleidung bleibt im Vorraum. Danach beginnt eine Freispielzeit, bei dem schon -  auch bei den Kleinsten - Montessori-Materialen zum Einsatz kommen. Das Lieblingsspiel meiner Tochter und der meisten Kinder im ersten Jahr: Knöpfe in eine Dose stecken. Die Kinder holen sich die entsprechenden Tabletts selbständig aus den Regalen, spielen bis sie nicht mehr wollen und räumen sie selbst wieder weg. Am Ende der Krippenzeit hat meine Tochter selbständig den rosa Turm - perfekt - aufgebaut. 


Nach einer gewissen Freizeit kommt das 2. Frühstück. Die Kinder decken ihren Platz selbständig ein. Das hierfür notwendige Keramik-Geschirr befindet sich in den untersten Schubladen der Küche, die zu jedem Gruppenraum gehört. Von Anfang an gießen die Kinder sich Milch und Tee selbständig ein. Wenn sie fertig sind, wird der Tisch auch wieder von Ihnen selbst - soweit möglich - abgedeckt. Danach natürlich Händewaschen und je nach Wetter raus. Das stellte auch bei 10 Kleinkindern kein Problem dar. 
11:30 gab es Mittag. Frisch gekochte Hauptspeise und Nachtisch. Die Kinder aßen nur so viel wie sie wollten, Neues soll probiert werden, aber es wird in keinster Weise erwungen. Meine Tochter isst bis heute kein Gemüse, außer Möhren und Kartoffeln. Hat lange gar kein Fleisch gegessen, keinen roten Nachtisch, nur braunen oder weißen, kein Obst, keine Obststückchen. War nie ein Problem. Sollte es ja auch nicht.


Hiernach gehen die Kinder in den Waschraum, waschen, auf die Toilette, Zähneputzen, ausziehen bis auf die Unterwäsche. Alles soweit wie möglich selber. Meine Tochter hat sich mit 14 Monaten defintiv die Zähne dort selbst geputzt und einfache Kleidungsstücke ausgezogen. Vollgepullerte Windeln entsorgen die Kinder selber in die entsprechende Tonne, die anderen natürlich die Erzieher. Die Bekleidung wird im eigenen Körbchen deponiert. Toilettentraining gibt es nicht, ist aber auch nicht notwendig. Die Kleinen wollen ja, wenn die Großen gehen. So gab es natürlich keine Schnelligkeitsrekorde, aber mit knapp über 2 war sie sauber. Die Kinder werden zwischendurch aufgefordert mal zu gehen oder wenn es in den Garten geht. Nach einem dem Bedürfnis des jeweiligen Kindes angepassten Schlaf kommen gegen 15 Uhr die Eltern. Zuvor ziehen sich die Kinder nach Möglichkeit selber an, was bei unserer Tochter zu gewagten Outfits geführt hat, da sie gerade zum Ende des 2. Jahres wild mit den Wechselsachen kombiniert oder sich am Tag auch mal umgezogen hat. Tja, wer kann, der kann. Bleiben die Kinder länger gibt es 15 Uhr eine Teezeit.

Klingt doch alles sehr gewöhnlich. Es gibt im Krippenbereich nicht nur Montessori-Materialien, sondern auch ganz normales Spielzeug. Stoffpuppe, Puppenwagen, Nachziehtiere, Puzzle, Memory, Spielküche und jede Menge Bücher. Hinzu kommen auch Bewegungsstrecke und Tobematte und halt typische Materialien. Hauptsächlich Übungen zu Farben, Mengen, Größen. Aber der Gruppenraum wirkt nicht zugestellt. Es gibt ein großes Regal, indem die Sachen dem Alter entsprechend eingeordnet sind. Das bedeutet, dass zB großteilige Puzzle nicht im untersten Regal bei den 1-Stück-Steckwürfeln liegen. Der Gruppenraum wird auch nur spärlich dekoriert, damit die Ablenkung nicht zu groß ist. Ich fand es völlig ok, Fenster wurden halt dekoriert und der Vorraum mit den selbstgebastelten Sachen. Ansonsten hängen große Bilderrahmen mit Fotos der Kinder aus dem Alltag, viel in Augenhöhe der Kinder, sowie eine Geburtsagskreis. Fotos haben die Kinder zB auch in einer kleinen Fotobox zum täglichen Anschauen.



Zusätzlich gibt es ein festes Program für die Kinder, an dem sie sich festhalten können. Frühstück, Morgenkreis, Spielzeugtag, Snoozeln im Snoozelnraum, Matschen (im Sommer draußen), Turnraum und Gruppenfrühstück, für das immer 2 Kinder mit der Erzieherin einkaufen gehen. Diese wöchentlich festen Termine geben den Kindern halt und Orientierung. Das ist gerade für die ganz Kleinen ja wichtig. Zudem kommt es dann nicht zur schlichten Versorgung der Kinder mit vielen Leerzeiten.

Auf´das ganze Jahr gesehen kommen zu den wöchentlichen Terminen: Geburstagskreise für die Kinder,  Besuch bei den Kindern zu Hause, Tag der offenen Tür, Gartenarbeit der Eltern, Osterkörbchen basteln und Ostereiersuchen, Sommerfest, Laternen basteln und Laternenumzug, Adventsnachmittag. Hierdurch sind auch die Eltern immer wieder eingebunden.   

Die Geburtstage der Kinder sind ganz besonders betont. Das Geburtstagskind sitzt im Stuhlkreis auf einem besonderem Stuhl. In der Mitte liegt ein Farbkreis, der das Jahr symbolisiert. Es gab immer ein Blume für das Geburtstagskind, ein kleines Geschenk, dass das Kind unter einem Tuch nach seinem Geburtstagslied hervorziehen konnte und einen selbstgebackenen Kuchen vom Koch. Zudem schauen die Kinder zusammen eine Mappe mit Fotos des Geburtstagskindes über die zurückliegenden Lebensjahre an, die immer durch die Eltern ergänzt wird. 


So, dass war viel. Im Wesentlichen liegt der Blickpunkt auf dem Kind und seiner Entwicklung. Hierfür wird der kindgerechte Rahmen geboten, der die vom Kind angestrebte Selbständigkeit im Leben und Streben ermöglicht. Herausragend ist die Ruhe die im gesamten Kinderhaus herrscht, die nicht von strengen Erziehern ausgeht, sondern von der Zufriedenheit der Kinder. Und jetzt nochmal kurz zum angeben: Mit dem Verlassen der Krippe kennt meine Tochter weit mehr als die Grundfarben, kann gut über die 20 zählen und hat ein Mengenverständnis bis ca. 6. Natürlich sollte das normal sein, doch häufig wird Montessori die Förderung der Kinder ein wenig abgesprochen, da die Kinder nur "lernen, was sie wolle". Dies ist nicht so, denn das Lernen ist für die Kinder zum einen Alltag, zum anderen Streben sie aus sich heraus danach, dass zu können, was wir Erwachsenen können.

Teil 2 folgt später!




Bitte verzeiht die diversen Schreibfehler. Ich bin immer so schnell mit den Fingern, dass mir viel entgeht. Und selbst 3 Mal Lesen hat bei mir noch nie geholfen, da mein Gehirn Fehler einfach überliest, siehe die letzte Grafik.

Ergänzung: Ich habe gerade noch einen guten Link für den Geburtstagskreis gefunden, nämlich: hier.  Es ist wirklich so, dass sogar die Kleinsten, den Marsch um den Geburtstagskreis machen und damit erleben, wie sie größer werden. Auch die Erzieherinnen unserer Einrichtung machen dies an ihrem Geburtstag, lassen aber die Kinder nich 25 Runden lang warten, sondern machen stellvertretend 1 - 2 Runden.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Abschied von der Krippe und Dank für die Erzieher

Jetzt ist es also soweit: Morgen ist der letzte Krippentag für unserer Tochter, dann folgen 3 Wochen Ferien und dann beginnt ein völlig neuer Abschnitt in ihrem Leben - der Kindergarten!

Da wir mit unserer Krippe und den Erzieherinnen mehr als nur glücklich waren, haben wir überlegt, wie wir uns bedanken können. Für alle Kinder der Krippe - den Kleinen, aber auch den 3 Großen, sowie bereits einem Neuen - feierten wir vergangenen Dienstag ein Abschiedsfest. Es wurde gegrillt und wir Eltern konnten endlich mal schauen, wie unsere Kleinen so miteinander spielen. Dazu hat man ja immer viel zu wenig Gelegenheit.

Wir Eltern der scheidenden Kinder haben uns nun zu folgendem entschlossen: Geschenkgutschein von Douglas, Dankeskarte und eine Schachtel von Merci. Geschenkgutscheine sind ja immer recht umstritten, aber bei uns werden die recht abwechslungsreich ausgesucht und auch Neigungen der Erzieher berücksichtigt. So schön etwas persönliches ist, die Erzieher haben während ihres Arbeitslebens so viele Kinder, dass sie wohl in persönliches Erinnerungen ertrinken.

Folgenden Text habe ich entworfen und ich hoffe man kann herauslesen, wie schön wir die Krippenzeit für unsere Kinder fanden.Gedruckt habe ich den Text auf eine gekaufte Karte.




Ich habe auch noch andere schöne Texte gefunden, zB:


"Wir haben gesungen, gespielt und gelacht -
zusammen so manche Zeichnung gemacht.
Doch diese Zeit ist nun vorbei -
ich bleib nicht immer klein und ''3''.
Drum sag ich nun auf Wiedersehn
und werde in die ''große'' Gruppe gehn."

ODER:

"Ich sage Euch heute "Danke" und "Auf Wiedersehen"
weil ich werd jetzt zu den Grossen rübergehen.
2 Jahre gingen so schnell vorbei,
kam mit Windeln an, bin jetzt schon drei!
Ihr habt mir sehr viel beigebracht,
hab hier gespielt, gesungen, gebastelt, gelacht.
Ich denk sehr gern an Euch zurück
und wünsch Euch allen noch viel Glück!"


ODER:          Wo du geliebt wirst ... v. Elli Michler.

Aber ich wollte nichts aus der Sicht der Kinder, denn wir Eltern wollten uns bedanken, so dass ich jetzt ganz zufrieden bin.